Fortsetzung von Teil 1
Kleiderschrank-Check (Teil 2)
(Eine Vorbemerkung: Liebe männliche Leserschaft, seht es mir bitte nach, dass ich mich bei meinen Beispielen in der Regel auf den FRAUEN-Kleiderschrank beziehe. Das dürfte daran liegen, dass ich auch eine bin…:-))
Jetzt geht’s ans Sortieren! Am Besten, Sie besorgen sich/Ihr besorgt Euch ein paar Kisten bzw. Kartons, um Ihre Sachen darin sortiert “zwischenzulagern”.
Lieblingsstücke, Basics
Sie haben diesen Kuschelpullover, den Sie zwar meistens nur zu Hause tragen, der aber total gemütlich ist und von dem Sie sich nicht trennen möchten? Dann tun Sie’s auch nicht! Schnappen Sie sich einen Karton und bringen Sie dort (nur vorübergehend) all die Teile in Sicherheit, die jenseits der Kriterien von Chic, Mode usw. Ihre Lieblingsteile sind, die auf keinen Fall aussortiert werden sollen.
(Vielleicht – je nach Bedarf – reservieren Sie einen Extra-Karton für die Teile, die Sie behalten wollen, bei denen aber Reparaturbedarf besteht: Die Knöpfe, die Sie schon seit geraumer Zeit wieder annähen wollten, der kaputte Reißverschluss, der hängende Jackettsaum usw.)
Wenn für mich als Kind damals Kleidung gekauft wurde, passierte das oft nach Kategorien wie “Für Gut”, “Für die Schule” oder “Zum Spielen und Rumrutschen”. Sie müssen’s nur leicht umbenennen, dann passen diese Kategorien auch heute noch: “Für besondere Anlässe”, “Für den Job”, “Für die Freizeit”. Sollten Sie sportlich aktiv sein, gibt’s dafür noch eine Extra-Rubrik.
Gerade wenn das Budget für neue Kleidung (oder auch der Platz im Kleiderschrank) begrenzt ist, sind solche Teile toll, die in mehrere dieser Kategorien passen.
Einer meiner All-time-Favourites: Der schwarze Blazer (gern auch mit Nadelstreifen). Konservativ mit Bluse und schwarzer Hose oder Stiftrock, lässigerer Business-Look mit einem Shirt statt Bluse, und mit Blue Jeans wird’s sportlich-elegant. Mit ausgeschnittenem Top und den richtigen Accessoires taugt er für’s Date und/oder die Party.
A propos Jeans: Meiner bescheidenen Meinung nach sollte “jederfrau” zumindest eine Jeans besitzen, in der sie sich wohl fühlt und die auf ihre Figur zugeschnitten ist. Hier sollte man nicht das/die Erstbeste kaufen, sondern beim Anprobieren genau auf die Details und den Sitz achten. (Im Zweifelsfall lohnt auch der Besuch in der Änderungsschneiderei.) Das Schöne an der Jeans: Sie taugt für eine echte Langzeitbeziehung. Sie ist relativ zeitlos und dabei noch strapazierfähig. Vielleicht ist sie mit den Jahren etwas abgewetzt und verwaschen, aber was soll’s? Dann wandert sie schließlich eben in die Kategorie “Zum Spielen und Rumrutschen” (Verzeihung, ich meinte natürlich “Freizeit”!).
Vor nicht allzulanger Zeit habe ich in einer Modezeitschrift die Empfehlung eines Designers gelesen (sorry, ich weiß nicht mehr, wer es war), jede Lady sollte zumindest ein schwarzes T-Shirt besitzen. Dem kann ich mich anschließen und darf hinzufügen: Nehmen Sie noch ein Weißes dazu und noch ein, zwei in Ihren Lieblingsfarben.
Die schon oben erwähnte schwarze Stoffhose sollte übrigens auch mit von der Partie sein, passt eigentlich zu den meisten alltäglichen Anlässen und lässt sich mit jeder beliebigen Farbe kombinieren.
Auch eine weiße Hemdbluse ist ein tolles Basic für (fast) jede Gelegenheit. Nehmen Sie auch hier gleich noch ein oder zwei in Ihren Lieblingsfarben dazu.
(Übrigens, falls Sie den androgynen Touch mögen, probieren Sie doch mal diese Kombination: Schwarzer Blazer und schwarze Stoffhose ergeben einen Anzug, dazu die Hemdbluse mit Kravatte – mal was Anderes!)
Die Designer propagieren ja wieder mal den “Pencil-Skirt”, also einen schmal geschnittenen Rock. Aber eigentlich war der ja nie so ganz weg vom Fenster, taugt also (mit Saum irgendwo in der Kniegegend) wunderbar als Basic.
Das “Kleine Schwarze” – ein schlichtes Kleid, ein guter Schnitt, eine Farbe, die nie aus der Mode kommt.
[...To Be Continued...]