Together

There are times in life, so hard to bear.
But new chances still around somewhere.
Though the world seems so big and yourself so small,
you can find your strength, you can face it all.

We are on our way and the way is long.
You are not alone, together we are strong.
We have come so far, we have made it through.
I know we can make it – together, me and you!

[A]
This is the time and this is who we are!
Together we stand, together we’ll go far!

[Chorus]
We can make it – together, if we try!
I know that we can make it – together, if we try!
We are on our way – together.
We are growing strong – together.
We can make it – together, if we try, together, if we try!

We must play the game and live our lives,
overcome the wars, the quarrels and strives.
Sometimes easy to say, sometimes hard to do,
but we’ll start today, together, me and you!

[B]
So raise your hands – (Hands up!) – if you do believe it!
Get your hands up – (Hands up!) – if you do believe it!
Keep your eyes
on the prize! (on the prize!)

We can make it – together, if we try!
I know that we can make it – together, if we try!
We are on our way – together.
We are growing strong – together.
We can make it – together, if we try, together, if we try!

[C]
Yes, I will stand by you – we’ll make it!
And you will stand by me – we’ll make it!
Keep your eyes
on the prize! (on the prize!)
We can make it…

* * *

 CD Together Susa Wagner

This songtext I have written represents my very first CD “Together” and has been the official hymn of the Volleyball World Championships for the Disabled 2004, especially written for this event.

For further infos, please follow the link below (German Website).

Dieses Lied stellt gleichzeitig meine erste eigene CD dar und war seinerzeit eine Auftragsarbeit, nämlich die offizielle Hymne der Volleyball-WM der Behinderten 2004 (ausgetragen in Mettmann).

Weitere Infos (inkl. Bestellmöglichkeit) dazu gibt’s hier:

http://www.susawagner.de/CD-Together.htm

Unforgotten

Diana,

…in loving memory

Vorweihnachtliches Konsumverhalten…?

Ja, is denn heut’ scho’ Weihnachten?

Heute morgen im Supermarkt… es hätte eine optische Täuschung sein können… (zu wenig Schlaf?)… oder freitägliches Erschöpfungssyndrom… aber nein…

SIE SIND WIEDER DA!

Also, wenn Ihr und Sie bereits Heißhunger auf Gewürzspekulatius haben solltet/n… kein Problem! Sie stehen (jedenfalls teilweise) wieder im Laden!

Guten Appetit!

Alles nur Retusche…?

Okay! Heute mal eine (aus meiner Sicht) gute Nachricht aus der Ecke “eher banal”. Obwohl mir die Einsicht nicht wirklich neu ist, dass auch Stars, Models und sonstige “Schönheiten” im wahren Leben absolut nicht immer so perfekt aussehen wie auf ihren Fotos – wurde mir diese Tatsache heute morgen wirklich sehr anschaulich präsentiert, und das AUSGERECHNET (!) auf den Seiten von GZSZ (schon eine gewisse Ironie, oder?).

Jedenfalls gibt es hier eine kleine Bildershow, im Sinne von “Person in natura” und nach der Bildretusche à la “Pimp my Photo”…

Was sagt uns das? Die Stars sind auch nur Menschen! Ist doch irgendwie beruhigend, oder? ;-)

Lassen wir uns also von solchen Photos nicht in die Magersucht hinein treiben!

Nur gute Nachrichten…

Hallo zusammen!

Tja, in dieser Kategorie soll es mal ausnahmsweise um GUTE Nachrichten (im Sinne von “positiv”) gehen… schlechte gibt’s meiner Meinung nach nämlich schon genug!

Das soll jetzt nichts mit einer “Kopf-in-den-Sand-stecken”-Einstellung oder der berühmten “Rosaroten Brille” zu tun haben – ich verschließe die Augen nicht vor den diversen Dramen, die durch die Medien geistern!

Aber da wir diese Art der Nachrichten schon zu Genüge von anderen Seiten her bekommen, leiste ich mir von jetzt ab ganz einfach mal diesen Luxus.

Nun sind “gut” und “positiv” ja manchmal schon irgendwie Ansichtssache. Und manche meiner Nachrichten sind wahrscheinlich ziemlich banal… [Für mich persönlich war zum Beisspiel die momentane Wiederholung von "Ally McBeal" eine gute Nachricht, oder im letzten Jahr die Ankündigung von Phil Collins und Genesis, wieder zusammen zu touren...] Aber was soll’s? Warum soll man sich nicht mal zwischendurch einen kleinen Grinser gönnen? Oder ein überraschtes Lächeln? Oder ein…, oder…?

“Guten Abend. Wir sind Genesis!” (Nachtrag vom 27.06.)

Mit diesen Worten (auf Deutsch) stellte Phil Collins gestern Abend zum Auftakt des „Turn it on again”-Düsseldorf-Konzerts in der LTU-Arena die Band vor.

Nicht, dass die Jungs (allen voran das Trio Phil Collins, Tony Banks und Mike Rutherford) diese Vorstellung wirklich benötigt hätten! Immerhin umspannt die Bandgeschichte von Genesis jetzt schon rund vier Jahrzehnte, und das Publikum dürfte zum Großteil aus treuen Fans bestanden haben, die sich mittlerweile sogar auf mehrere Generationen verteilen.

Ich gebe zu, es fällt mir sehr schwer, über dieses Konzert einen sachlichen, objektiven und unvoreingenommenen Bericht zu schreiben – denn auch ich bin ein Fan – namentlich von Phil Collins (offen gestanden). Trotzdem war ich vorher noch nie bei einem Genesis-Konzert live dabei gewesen. Was ich allerdings gesehen hatte, war eine Aufzeichnung von 1992 live in Knebworth im Rahmen der „We can’t dance”-Tour. Jahrelang war ich davon ausgegangen, dass ich keine Möglichkeit mehr haben würde, die Band in eben dieser Konstellation (Collins/Banks/Rutherford) noch mal wirklich live zu erleben…

Ganz klar, Phil Collins ist als Frontmann ein dominierendes Element der Bühnenshow. Schlicht mit schwarzem T-Shirt gekleidet betritt er die Bühne: Ein spektakuläres Outfit braucht der Mann nicht, da genügen seine musikalischen Fähigkeiten zusammen mit seiner Ausstrahlung vollauf.

Die Playlist des Abends beginnt passenderweise mit „Turn it on!”, und dann holt Phil erst mal eine Digicam raus und fotografiert seinerseits das Publikum, bevor er dann seine beiden Kollegen namentlich vorstellt.

Es folgen „No Son of mine” und „Land of Confusion”, eine solide Wahl mit je einem Genesis-Hit aus den 90ern bzw. 80ern. Mit seiner Frage „Sind hier ältere Fans?” (wieder auf Deutsch) leitet Collins das folgende Stück ein, ein „alte, alte Stück”. Und ich gestehe, da muss ich kenntnismäßig passen, denn ich erkenne den Song definitiv nicht, der aber offensichtlich aus der frühen musikalischen Phase (70er?) der Band stammt und auch eine entsprechende charakteristische Länge hat.

An dieser Stelle noch ein Wort zu Collins’ deutsch-englischer Moderation: Schon früher, während seiner Solo-Touren, hatte ich mehrfach erlebt, wie er im deutschsprachigen Raum entsprechend auch einen Teil des Abends auf Deutsch die Songs angekündigt hat. Dazu hat er einmal erklärt, sich die Texte vorab phonetisch aufzuschreiben, weil er Deutsch eigentlich nicht beherrsche. Ich fand schon damals, dass das Ganze zwar eine sehr nette Geste war, dadurch aber auch ein bisschen Authentizität und Spontaneität verloren ginge. Insofern finde ich die aktuelle Variante mit dem häufigeren Wechsel zwischen Englisch und Deutsch sehr viel besser.

Gefallen hat mir auch die inhaltliche Erläuterung zu „Home by the Sea”: „Inside the Geisterhaus is Gespenster.” Untermalt wird das Stück übrigens (wie auch das gesamte Konzert) durch verschiedene Videosequenzen, die in Teilen an das schon erwähnte Knebworth-Konzert erinnern. Ein Eindruck übrigens, der sich durch den gesamten Abend zieht: Ähnlichkeiten mit vorherigen Live-Performances finden sich immer wieder. Das mag von manchen Kritikern vielleicht weniger gut bewertet werden, ich weiß es nicht. Meine persönliche Meinung hierzu: Was soll’s? Diese Tour ist eine Art „Best of” der Band-geschichte, und bestimmte Details jetzt in der Gegenwart wieder zu erkennen, ist wie die Begegnung mit einem alten Freund. So stört es mich also gar nicht, wenn während „Home by the Sea” das altbekannte Gesicht des Munch-Gemäldes „Der Schrei” auf der Bildwand erscheint oder die Abbildung eines Hauses, in dem Norman Bates sich vermutlich wohl gefühlt hätte.

Ach ja: Abgesehen von seinem Gesang ist Collins natürlich nicht zuletzt Drummer – und ein Konzert mit ihm wäre nicht vollständig, wenn er sich zwischendurch nicht auch immer mal wieder ans Schlagzeug setzen würde. Dabei wirkt er so, als hätte er tatsächlich immer noch viel Spaß an der Sache.

Zu “I know what I like (in your Wardrobe)” erscheinen ältere Photos der Band auf der großen Bildwand hinter der Bühne (auf Seitenmonitoren sieht das Publikum dabei den Abend hindurch Großaufnahmen der Live-Performance). Kommentar meiner Sitznachbarin angesichts einiger Photos von der „We can’t dance”-Tour: „Da hat er ja noch Haare!”

Und wieder folgt etwas Vertrautes: Phil Collins’ Tanz mit dem Tambourin, seine ganz persönliche Variante des Cheerleadings, mit der er das Publikum anheizt.

„Mama” (mit der markanten „dreckigen” Lache) erntet nebenbei bemerkt besonders frenetischen Applaus, und bei „Throwing it all away” erscheinen Großaufnahmen direkt aus dem Publikum auf der Bildwand. Entsprechend werden die betreffenden Personen sich möglicherweise schon bald auf DVD verewigt finden, denn genau diesen Abend haben Genesis sich für ihren offi-ziellen Konzert-Mitschnitt ausgesucht – was natürlich ein zusätzliches „Schmankerl” für die anwesenden Fans ist!

Ein weiteres Schlagzeugsolo bzw. Duett mit dem Drummer-Kollegen Chester Thompson irritiert mich am Anfang: Der Sound ist irgendwie so komisch! Dann erst bemerke ich: Moment mal, die trommeln gar nicht an den Drums, sondern auf irgendwelchen Stühlen herum! (Ich hatte meine Brille vergessen…) Erst nach und nach wechseln die Beiden schließlich zum regulären Schlagzeug über und liefern hier ein minutenlanges Solo bzw. Duett, was meine Nachbarin mit „Hammergeil!” kommentiert.

„Invisible Touch” (mein ganz persönliches Highlight unter den Genesis-Hits) stimmt wieder auffallend mit der Live-Version überein, wie sie auch bereits damals in Knebworth gespielt wurde – und gefällt mir deshalb umso mehr. Entsprechende Ähnlichkeiten finde ich auch bei „I can’t dance”, bis hin zu Phil Collins’ Mimik (woraus sich für mich die Frage ergibt, ob das wohl irgendwie mit „Muskelgedächtnis” zu tun hat…?).

Wer Genesis bereits live kennt, weiß natürlich genau, dass die Jungs auf der Bühne nicht einfach nur zu dritt sind, und jetzt ist es an der Zeit, dem Publikum auch die Stamm-Verstärkung der Band vorzustellen: Gitarrist Daryl Stuermer und Schlagzeuger Chester Thompson, für Fans natürlich ebenfalls alte Bekannte.

„Carpet Crawlers”, das Collins als “typical for our Genesis-Tradition” bezeichnet, beschließt ein wirklich gelungenes Konzert. Natürlich wird es – wie immer – irgendwelche Leute geben, die irgendetwas daran auszusetzen haben. Aber ich, ich bin sehr happy, dass ich Genesis in meiner Lieblings-Konstellation endlich doch noch live erleben konnte (wenn auch mit einer zeitlichen Verzögerung von rund 15 Jahren…)!

DANKE, JUNGS!

Und bleibt uns erhalten!

(27.06.07, S. Schönfeld-Wagner, www.susas-lounge.de)

 

(Anm.: Ja, der Artikel ist nicht mehr ganz aktuell… aber ich dachte, als “Einweihung” für meine neuen Kategorien “Entertainment” und “Veranstaltungsberichte” könnte er ganz passend sein…)

 

Neandert(h)al

Das Neandert(h)al ist ja nun doch ein ziemlich bekannter Ort, und das weit über die Grenzen Mettmanns hinaus. Benannt wurde es nach dem evangelischen Kirchenprediger und –Komponisten Joachim Neander (“Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren”), der dort im 17. Jahrhundert bevorzugt geistliche Versammlungen abhielt.

1856 fanden Arbeiter in einer Höhle das Skelett eines prähistorischen Menschen, den man nach seinem Fundort benannte: „Homo sapiens neanderthalensis” bzw.

„Neandert(h)aler“.

 Neandert(h)aler im Nebel

Äh… aber wie ist das denn jetzt eigentlich mit der richtigen Schreibweise? Das ist eine Frage, die in Bezug auf das Neandert(h)al schön längst vor Einführung der neuesten Rechtschreibreform immer wieder aufgetaucht ist. Mit „h“? Oder ohne „h“?

Im Duden steht eindeutig „Neandertal“ und „Neandertaler“ – und trotzdem findet man je nach Zusammenhang auch andere Schreibweisen. Der Grund für diese Problematik liegt in einer sehr viel älteren Rechtschreibreform, nämlich der zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis zu dieser Zeit wurde das Wort „Tal“ mit „Th“ geschrieben, „Thal“ also. Und in vielen Fällen wurde beim „Neanderthal“ diese historische Schreibweise beibehalten. So heißt zum Beispiel auch das im Tal angesiedelte Museum „Neanderthal Museum“ – auch wenn sich nach wie vor nicht alle in dieser Frage einig geworden sind…

* * * 

Wie auch immer… von jetzt an gibt’s hier in der Blog-Kategorie

“In und um Mettmann…

 das kleine Mettmann-Magazin”

das eine oder andere (hoffentlich) Lesenswerte über und aus unserer Region.

Konstruktive Kommentare, Themenvorschläge und die Übermittlung von Pressemitteilungen [via susas-lounge(at)gmx.de] sind natürlich gern gesehen!

Pimp your Kleiderschrank!

Kleiderschrank-Check (Teil 1)

Manchmal „sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht“. Und so etwas gibt es auch in Bezug auf den (eigenen) Kleiderschrank. Nein, damit spiele ich natürlich nicht auf etwaige Pflanzen in Schlafzimmermöbeln an – aber bestimmt kennen viele Frauen und Männer das Problem, dass sie einerseits den Kleiderschrank prall gefüllt haben – aber gleichzeitig ständig mit dem Gefühl davor stehen, dass man ja eigentlich „gar nichts zum Anziehen hat“. In den meisten Fällen stimmt das wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlicher ist, 

  1. dass man vielleicht nicht das RICHTIGE zum Anziehen hat bzw.

  2. dass man so viele ungeeignete Kleidungsstücke vor sich sieht, dass das jeweils RICHTIGE einfach nicht sofort ins Auge fällt.

 Also geht es um die Fragen: 

  1. Was habe ich bereits im Schrank, das geeignet ist?

  2. Was brauche ich noch zusätzlich?

  3. Was mache ich mit den übrigen Sachen, die weniger geeignet erscheinen?

a)  Sind diese Sachen wirklich nicht (mehr) für mich geeignet?

b)   Oder ist es nur eine Frage der richtigen (passenden) Kombination mit anderen Kleidungstücken?

c)    Können die betreffenden Kleidungsstücke per Änderungsschneiderei vielleicht noch optimiert oder durch Accessoires aufgewertet werden?

d)    Wenn b) und c) nicht zutreffen: Sollte ich diese Kleidung aussortieren bzw. „entsorgen“? Und wenn ja – wie?

                            [TO...BE...CONTINUED...!]

Dem Trend hinterher…

Ich weiß noch genau, in meiner Schulzeit galt ich als klassische Loserin… unter anderem, weil ich nie die Sachen getragen habe, die zu dem Zeitpunkt gerade modern waren… entweder, weil ich es nicht besser wusste, oder weil ich einfach nicht das Geld für die angesagten Labels hatte, gar nicht erst zu reden von der passenden Figur. Und um das Maß voll zu machen: Ich hatte leider auch nicht das Selbstbewusstsein, die Kleidung, die ich getragen habe (ob hip und cool und angesagt und modern oder auch nicht) mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein zu tragen.

Na ja, meine Schulzeit ist ja nun eine Weile her, und ich bin der damaligen Problematik in mehrfacher Hinsicht “entwachsen”… trotzdem, ich interessiere mich inzwischen durchaus für Trends. UND… ich leiste mir den Luxus, nicht unbedingt JEDEM Trend zu folgen… Wer weiß, vielleicht kreiere ich ja irgendwann mal meinen eigenen Trend – selbst wenn ich keine Designerin bin, kein Star und auch keins von diesen “It-Girls” bin [ich hasse diesen Ausdruck, ist fast so nervend wie "Must-Have"] und mein Einfluss auf den öffentlichen Geschmack insofern eher gering sein dürfte. Aber das nur am Rande.

Jedenfalls bin ich niemand, der sklavisch einem Trend hinterherhechelt.  Zumindest nicht um jeden Preis. Na ja, manchmal macht’s schon Spaß! Manchmal ist es eine Stilfrage. Manchmal ist es mein Hobby! Manchmal amüsiert es mich… und manchmal ärgere ich mich!

Warum zum Beispiel soll ich unbedingt eine hohe vierstellige Summe für eine Handtasche ausgeben? Oder einen Minihund als Accessoire mit mir herumschleppen? Ich habe auch nirgendwo ein Tribal tätowiert und… ja, ich muss es gestehen, ich habe mich bis jetzt auch noch nicht für die Desperate Housewives erwärmen können. Dafür liebe ich Ally McBeal (wird gerade wieder im TV wiederholt, juchuu!!) und bin mit Verspätung auch noch drauf gekommen, dass ich “Sex and the City” eigentlich ganz gut finde.

Also: Trends gerne – aber bitte ohne Imperativ!

A propos “Sex and the City”: In den vergangenen Tagen kursierte die Nachricht durch’s WWW (z.B. bei gmx und shortnews), dass Sarah Jessica Parker (Ihr wisst schon: “Carrie”) durch das ständige High-Heels tragen während der Dreharbeiten Probleme mit den Knien bekommen hätte… da gab’s dann durchaus auch den einen oder anderen hämischen Kommentar dazu. Na ja, so weit würde ich nicht gehen. Aber es macht mir die Tatsache ein bisschen leichter, dass ich bis heute noch immer nicht in echte “Manolos” investiert habe…

Warteschleife (Part 1)

Hier ein Beitrag aus meiner “Schreiberei”, und zwar der erste Teil des Theaterstücks, an dem ich gerade arbeite. Ganz bewusst ist es nur der erste Teil – denn mich würde sehr interessieren, wieviel von der Handlung/des Themas man wohl aus diesem Anfang erahnen kann. Ihr dürft also gern kommentieren… :-)

* * *

Die Bühne:

Wir sehen eine Art Wartezimmer. Der Fokus liegt auf einer Sitzgruppe, bestehend aus zwei Sesseln, dazu evtl. ein Beistelltisch. Keine Zeitschriften, keine Bilder an den Wänden, keine Dekoration. Der Raum ist gerade ausreichend beleuchtet, die hinteren Bereiche liegen im Schatten, so dass nur wenige Einzelheiten zu erkennen sind.

In einem der Sessel sitzt Oliver Jonas, ein Mann in den späten Vierzigern, Typ Geschäftsmann, allerdings nicht gerade in Bestform und scheinbar schwer verkatert. Er macht ganz den Eindruck, als habe er eine harte Nacht hinter sich – wahrscheinlich sogar eine ganze Reihe harter Nächte.

Er trommelt mit den Fingern auf der Sessellehne herum und rutscht unbehaglich hin und her. Schließlich holt er sein Handy aus der Jackentasche, wählt eine Nummer und hält sich das Gerät ans Ohr.

Oliver: 

Gibt’s doch nicht, kein Netz hier drin! (steht auf und geht mit dem Handy im Raum herum – ohne Erfolg) Und wo geht’s hier raus? Hier muss doch irgendwo ein Ausgang sein… (kommt zurück, setzt sich wieder, schaut sich ratlos um und massiert sich die Schläfen) Oh, Mann!

Es geht ihm nicht gut. Er lehnt sich mit geschlossenen Augen zurück und atmet tief durch.

Auf einmal erscheint SIE auf der Bildfläche. Wir hören keine Tür schlagen, o.ä.; sie ist einfach da, Typ Traumfrau im Business-Outfit, vorwiegend weiße Kleidung. Professionell, kompetent, ein bisschen kühl, Laptop unter dem Arm.

Sie:

Guten Tag, Herr Jonas!

Oliver:

(schaut auf, automatische Reaktion) Guten Tag! (stutzt) Wo kommen Sie denn auf einmal her? (nimmt sich zusammen, steht auf, übliche Business-Routine) Entschuldigung – ich …äh… habe noch ein paar Orientierungsschwierigkeiten und anscheinend meine Termine etwas durcheinandergebracht. Wir sind verabredet, nehme ich an?

Sie:

Nein, das kann man so eigentlich nicht sagen. Bitte – nehmen Sie ruhig wieder Platz. Es dauert sicher nicht mehr allzu lange.

Sie setzt sich ihm gegenüber, stellt den Laptop aufgeklappt auf den Tisch und konzentriert sich auf den Bildschirm, während sie hin und wieder Befehle eintippt. Er betrachtet sie neugierig. Sie scheint ihn zu kennen, aber er hat keine Ahnung, wer sie ist.

Oliver:

(räuspert sich) Entschuldigung, aber – kennen wir uns nicht?

Sie:

Ist das eine Frage? Oder der Versuch, ein Gespräch anzufangen?

Oliver:

Na ja… beides, würde ich sagen.

Sie:

Aha. Tja, ich glaube nicht, dass Sie mich kennen.

Oliver:

Aber Sie kennen mich anscheinend? Zumindest meinen Namen, und da sind Sie mir gegenüber eindeutig im Vorteil. (Pause. Sie geht nicht darauf ein. Er greift gewohnheitsmäßig in seine Jackentasche, findet nichts, sucht systematisch sämtliche Taschen seines Jacketts ab. Findet nichts) Merkwürdig, ich hatte doch… ich weiß ganz genau…

Sie:

Suchen Sie etwas?

Oliver:

Meine Zigaretten. Das heißt, wenn es Sie nicht stört, dass ich rauche.

Sie:

Tut mir leid, aber hier ist ein Nichtraucherbereich.

Oliver:

So. Was soll’s, ich kann sie sowieso nicht finden… obwohl ich sie vorhin noch gehabt habe. Sind vermutlich da, wo auch mein Aktenkoffer gelandet ist: (sarkastisch) Geheimnisvollerweise verschwunden ins Nichts.

Sie:

Sie vermissen Ihren Aktenkoffer?

Oliver:

Seit ich hier angekommen bin, vermisse ich so Einiges. (Versucht es mit Konversation.) Aber das ist wohl so, wenn man ständig unterwegs ist. Sie kennen das sicher. Von einem Flieger in den nächsten, von einem Termin zum anderen. Da geht schon mal das Gepäck verloren – oder die Orientierung.

Sie:

Und die Konzentration? Sie sehen nicht so aus, als wären Sie in der Lage, sich auf irgendetwas zu konzentrieren.

Oliver:

Keine Sorge, das ist nur der Jetlag, das geht vorbei.

Sie:

Wie Sie meinen… (Schaut prüfend abwechselnd auf ihn und auf ihren Monitor. Lehnt sich dann zurück, schlägt Beine übereinander und widmet ihm ihre volle Aufmerksamkeit.) Wie sind Sie eigentlich hierher gekommen?

Oliver:

Wie ich…? Sie meinen, ob mit dem Auto, Zug oder Flieger?

Sie:

Ja, das auch. Können Sie sich daran erinnern?

Oliver:

(sehr irritiert) Eine ziemlich merkwürdige Frage, finden Sie nicht? (Pause) Ich meine, warum sollte ich mich nicht erinnern können? (lange Pause… steht auf, stellt sich hinter seinen Sitz und starrt sie an) Okay. Also, was ist hier los? Wenn Sie es wissen wollen, ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern! Und wenn Sie es GENAU wissen wollen, ich habe nicht den leisesten Schimmer, wo ich hier eigentlich bin!

Sie:

Na ja. Um in Ihrer Terminologie zu bleiben… man könnte das hier als „Warteschleife” bezeichnen.

Oliver:

Und was soll das schon wieder heißen? Und überhaupt: Wo ist hier der Ausgang? Ich habe vorhin keinen gefunden, und das kann ja wohl nicht sein!

Sie:

Doch, bei uns schon.

* * *

(To be continued…)